1. Radfahrer-Vereinigung
1892 Schweinfurt e.V.
Radsportverein in Schweinfurt
Vereinschronik: Die Jahre 1900 bis 1909
Leopold Köhler gewann den Kaiser Franz Joseph Preis.
Das erste Vereinslokal des Veloclubs
Germania war das Lokal Gasthof
Lilie (Besitzer Hans Elsäßer), später das Cafe Heyn - heute Reisebüro Göbel,
noch später das Gasthaus Zapf - ehemals Schultesstraße und schließlich der
Gasthof Zum Grafen Zeppelin. Die Übersiedlung in dieses Lokal fiel in die Zeit
da der erste Zeppelin 1909 Schweinfurt überquerte. Dieses Ereignis verhalf
übrigens dem damals noch namenlosen Gasthaus zu seinem heutigen Namen. Und so
blieb der Gasthof Zeppelin bis zum 30.04.2011 das Vereinslokal der RV92.
Vereinslokal - Hotel Zum Grafen Zeppelin in Schweinfurt im Jahre 1909.
1903
Veloclub Germania (so hieß die 1. RVgg 1892 bei der Gründung) beim Stiftungsfest des RV Bischofsheim 1903.
Von links: Fritz Holzner, Frau Köhler, daneben Leopold
Köhler, dahinter Martin Pfister, Bellosa (mit Talerkette), Grasberger
sen. (hinten vorspitzend), Brauereibesitzer Beck, Bischofsheim mit Frau,
vor ihm Lehrer Adalbert Ziegler, neben ihm Fahrradhändler Franz
Feuchter, Hans Elsäßer, rechts außen Betriebsleiter Hans Keßler, vor ihm Ortdörfer, die Hand aufstützend Kaufmann Kother, vorletzte Reihe
sitzend Emil Seifert, Josef Rätzer, Gottfried Krug, Fritz Seifert,
unterste Reihe von links: Markus Wetzel, dahinter Franz Schirmer, vorne
Vereinsdiener Bauer und Jakob Heim.
1908
Leopold Köhler, übrigens um die Jahrhundertwende der
erste und beste Rennfahrer des Vereins, brachte es sechsmal hintereinander zum
Nordbayerischen Meister im Einerstraßenfahren.
Köhler's Talent wurde unterstrichen mit einem ehrenvollen 4. Platz bei der
Straßen Fernfahrt Basel-Kleve über 620 km. Der Siegeszug durch Köhler wurde
ausgebaut bei der Fernfahrt Nürnberg-Frankfurt-Nürnberg über 420 km, Rund um die
Gletscher über 351 km und Marienbad-Karlsbad über 320 km. Bei letzterem Rennen
gewann Köhler den Kaiser Franz Joseph Preis, anlässlich des 60 jährigen
Regierungsjubiläums seiner Kaiserlichen Hoheit.
Durch seine großen Erfolge aufmerksam geworden, fand Leopold Köhler mit Georg
Notthaft und Willi Seubert 1906 (letzterer später zum RV 1889 übersiedelnd) zwei
Vereinskameraden, die ebenfalls ihre Fahrtüchtigkeit bewiesen.