RV92 Schweinfurt - Radball
1. Radfahrer-Vereinigung 1892 Schweinfurt e.V.

Radsportverein in Schweinfurt

Startseite > Radfahren > Fahrrad-aus-Bambus
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z 1 2 3 4


Radfahren | Bambus-Fahrrad als Chance für Afrika

Ein Fahrrad aus Bambus statt aus Metall


Bambus-Fahrrad
Mehr als eine Woche dauert die Fertigung des
Rahmens    foto: Pressetext.Deutschland
London/Lusaka (pte/04.07.2009/13:50) -

Die schwierige wirtschaftliche Situation hat zwei US-Amerikaner und einen Sambier dazu gebracht, ein Fahrrad aus Bambus statt aus Metall auf den Markt zu bringen. Zambikes, so der Name des Unternehmens, fördert die lokale Wirtschaft des Landes und bietet zudem Einheimischen Arbeitsplätze vor Ort an. Drei verschiedene Fahrradtypen werden bereits gefertigt, wie BBC-Online berichtet.

"Die Idee entstand bei einem Fußballmatch", erzählt Firmen-Mitgründer Vaughn Spethmann. "Nach dem Ende des Spiels hatten alle Sambier gesagt, sie hätten nichts zu tun, da sie alle arbeitslos seien." So kam Spethman auf die Idee, ein Unternehmen zu gründen, das sinnvolle Dinge herstellt und Arbeitsplätze schafft. Das Produkt war das gelbe Zambike, das in der Ziegelhalle eines Bauernhofs gefertigt wurde. Die erste Räder waren aus herkömmlichen Stahlrahmen, doch der Fahrrad-Designer Craig Calfee, der immer wieder mit Bambus als Substitut für das in Afrika schwer erhältliche Eisen experimentierte, gab schließlich den Startschuss. Hinsichtlich der Stärke und des Gewichts ist Bambus ein optimaler Werkstoff. Zudem erwies sich der hölzerne Rahmen bei den Laufeigenschaften als äußerst günstig, da er Vibrationen besser absorbieren kann. Bei der ersten Bike-Show erntete Calfee große Aufmerksamkeit für sein Bambus-Rad.

Calfee hatte nun den Plan, die Rahmen für die Räder in Afrika fertigen zu lassen und sie anschließend nach Amerika zu exportieren. Umgesetzt werden sollte die Idee zunächst in Akkra/Ghana. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht und schließlich nahm auch Zambikes Gespräche mit Calfee auf. "Wir waren von der Idee begeistert, Fahrradrahmen in Afrika zu fertigen und sie in den USA zu verkaufen." Ein Fahrradprojekt in Sambia sei nicht einfach, da es schwierig ist, Kapital aufzustellen. Werkzeuge und Rohstoffe sind - wenn überhaupt zu bekommen - sehr teuer und Facharbeiter gibt es so gut wie keine, schildert Spethmann die Probleme. "Den Rohstoff quasi vor der Haustüre zu haben, ist ein absoluter Glücksfall."

Der Vorteil des Bambusrahmens liegt auch in der recht einfachen Fertigung, die ohne komplizierte Geräte auskommt. Die Handarbeit für die Fertigung eines Rahmens beträgt rund eine Woche. Anschließend werden die Rahmen abgeschliffen, lackiert und nach Amerika transportiert, wo sie zunächst auf Festigkeit getestet und dann mit Rädern, Pedalen und Sattel versehen werden. Calfee ist überzeugt davon, dass sich das Rad zum Verkaufsschlager entwickelt. Die Auftragslage ist gut. Der Rahmen für ein Straßen- oder Mountainbike beläuft sich auf 475 Dollar, das ganze fertige Rad kostet 900 Dollar. Bisher hat Calfee nur Kritik darüber geerntet, dass das Fahrrad zu billig sei.

Quelle: Pressetext.Deutschland
RV92 Schweinfurt - Radpolo RV92 Schweinfurt - Radwandern
RV92 Schweinfurt - Radball Chronik - RV92 Schweinfurt

Radsport