Gerade einmal zwei Monate sind vergangen, seitdem die Ordentliche Mitgliederversammlung die Anschaffung der beiden Elektroräder beschlossen hat.
Was aber genau ist denn nun ein Pedelec?
Vielen ist der Begriff Elektrofahrrad
bestimmt schon untergekommen, aber Elektrofahrrad ist nicht gleich
Elektro-fahrrad. Bei einem Pedelec (Pedal Electric Vehicle) handelt es sich um
ein Fahrrad mit elektronisch-mechanischer Tretkraftunterstützung. Diese besteht
aus einem relativ großen und schweren Akku und einem kleinen Elektromotor.
Beides kann je nach Modell und Hersteller unterschiedlich am Fahrrad verbaut
sein. Grundlegend ist bei allen Pedelecs allerdings die Tatsache, daß die
unterstützende Leistung durch den Motor nur abgerufen werden kann, wenn auch
getreten wird. Bei den Modellen, die der Verein beschafft hat, handelt es sich
um Räder, bei der die Unterstützung nur bis zu einer Geschwindigkeit vom 25 km/h
erfolgt.
Warum nur bis zu 25 km/h?
Die Frage läßt sich genau so leicht wie kurz beantworten.
Hier kommen versicherungstechnische Gründe zum tragen. Wird ein Fahrrad über
eine Geschwindigkeit von 25 km/h hinaus von einem Motor unterstützt, so
unterliegt das Gefährt der Versicherungspflicht. In diesem Falle wäre dann ein
Nummernschild anzubringen, wodurch wiederum zusätzliche Kosten entstehen. Ein
weiterer Grund, warum sich der Verein für die “leichte” Variante entschieden
hat, ist, daß die Pedelecs zum Tourenfahren und nicht für den Rennsport genutzt
werden sollen (Achtung vor mechanischem Doping!).
Mit den Pedelecs möchte der Verein vor allem den Mitgliedern, die sich aus
verschiedenen Gründen die teils langen und anspruchsvollen Radtouren mit einem
konventionellen Rad nicht mehr zutrauen, die Möglichkeit bieten, wieder an den
sportlichen Aktivitäten teilzunehmen.
Phänomenal! Die Intensität kann in mehreren Stufen reguliert werden. Da ich ja die Leistungsfähigkeit testen
wollte, wählte ich hierzu die höchste Kraftunterstützung.
Nach der ersten
Pedalumdrehung erfuhr ich eine zusätzliche Beschleunigung, die sich mit der
Lachgaseinspritzung bei getunten Autos vergleichen läßt. Auch die Anschließende
Bergfahrt war ohne Probleme und ohne größere Anstrengung in einem relativ hohen
Gang mit gut 23 km/h zu bewältigen.
Ein besonderes Augenmerk ist bei einem Pedelec auf die Wartung zu legen, vor allen
Dingen ist hier auf den Akku zu achten. Aber alles halb so wild. Beim kauf
erhält man im guten Fachgeschäft eine detaillierte Einweisung zur Akkupflege und
was sonst noch beim Ladezustand zu beachten ist.
Hannes Endress, RV92 Schweinfurt